Aktuelles zum Film

Artechock-Trailer

02.04.2026

30 Jahre artechock – das große Geburtstagsspecial:

Neue Kritiken:

  • Alpha (F/B 2025)
    Stiche und Versteinerung: Julia Ducournau stürmt und drängt zu Trauer und Trost – Kritik von Thomas Willmann
  • Les Misérables – Die Geschichte von Jean Valjean (Jean Valjean) (F 2025)
    Revolution der Güte: Éric Besnards Neuverfilmung von »Les Misérables« reduziert Victor Hugos Epos auf einen moralischen Kern – und entwirft in der leisen Praxis von Empathie und »Nettsein« ein überraschend radikales Gesellschaftsmodell – Kritik von Axel Timo Purr
  • Romería – Das Tagebuch meiner Mutter (E/D 2025)
    Geschichte einer Liebe: »Romería« schließt die Trilogie ab, in der die katalanische Regisseurin Carla Simón ihre Familiengeschichte verarbeitet – Kritik von Dunja Bialas

50 Jahre Werkstattkino:

  • Podcast: Dolly & Bernd zu Gast im Filmquartett
    Bloß keine Legendenbildung! Dolly Kuhn und Bernd Brehmer plaudern mit Dunja Bialas, Wolfgang Lasinger und Thomas Willmann gar nicht mal mehr so über alte Zeiten. Vielmehr geht es um das Lebensgefühl oder das Feeling, ein Kino wie das Werkstattkino zu betreiben. Am 3.4.1976 gegründet, würde das Jubiläum auf den Karfreitag fallen. Klar, dass das Werkstattkino-Kollektiv kreativ damit umgeht.
  • Werkstattkino – »Filmmuseum für Dreck«
    Das Münchner Werkstattkino feiert sein 40-jähriges Bestehen. Gentrifizierung, Digitalisierung und Kommerzialisierung hat es erfolgreich Widerstand geleistet – von Dunja Bialas
  • POINT OF VIEW : Billige Sessel setzen sich durch
    Münchner Kinos im Test 1: Das Werkstattkino – von Thomas Willmann

In memoriam Alexander Kluge:

Cinema Moralia:

  • »What would Kluge do?«
    Moby Schlick, Astor-Film-Lounge, Deutscher Filmpreis und München als geistige Lebensform – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 384. Folge — von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Siri Hustvedt – Dance Around the Self
    Seelenmassage. Stefan Rutz und Roderich Fabian hatten im Vorfeld durchaus Zweifel, ob Sabine Lidls Dokumentation über den persönlichen und literarischen Werdegang der amerikanischen Schriftstellerin Siri Hustvedt mit einem Schwerpunkt auf ihre Beziehung zu Paul Auster einen Kinobesuch wert ist...
Marlies Kirchner

26.03.2026

Nachruf:

Filmpolitik:

  • Die Paradoxie des Seitensprungs
    Die Selbstlähmung der Medien-Akteure und erste Pläne für eine europäische Medienplattform – eine Berliner Veranstaltung in der Landesvertretung Baden-Württemberg – von Rüdiger Suchsland

Neue Kritiken:

  • Blue Moon (IRL/USA 2025)
    »Without a Love of My Own«: Linklater & Hawke singen von der tiefen Einsamkeit – Kritik von Thomas Willmann
  • Calle Málaga – Ein Zuhause in Tanger (F/E/MA/D/B 2025)
    Die Würde der Falten: Maryam Touzani erzählt von Heimat, Verlust und der Freiheit, alt zu werden. Es ist ein leiser, sinnlicher Film, in dem eine großartige Carmen Maura den gelebten Körper gegen das Vergessen verteidigt – Kritik von Axel Timo Purr
  • Horst Schlämmer sucht das Glück (D 2026)
    Glück im Sonderangebot und keiner kauft’s: In Sven Unterwaldts Comeback-Vehikel für Hape Kerkelings Horst Schlämmer zerfällt die einst subversive Kunstfigur zur müden Selbstparodie und mündet in eine Mockumentary, die nicht entlarvt, sondern auf allen Ebenen kapituliert – Kritik von Axel Timo Purr
  • Die Schatzsuche im Blaumeisental (Le secret des mésanges) (F/B 2025)
    Es geht auch ohne Bösewichte: Mit großer handwerklicher Sorgfalt inszeniert Antoine Lanciaux ein poetisches Animationsabenteuer, in dem Natur, Freundschaft und kindliche Neugier die treibenden Kräfte der Handlung sind – Kritik von Reinhard Kleber

Neue Videokritik:

  • Pillion
    Dann wieder weitermachen...: Harry Lightons Debüt wurde in Cannes uraufgeführt und dort mit dem Drehbuchpreis ausgezeichnet. Trotz der Darstellung einer SM-Beziehung zielt die queere RomCom auf das breite Publikum. Das gelingt ihm außerordentlich gut, finden Stefan Rutz und Felicitas Hübner.

Cinema Moralia:

  • Die Anatomie der Ablehnung
    Neidkultur, Rekorde, Filmkritik ist nicht »links« und die überflüssige Personalisierung unserer Kulturdebatten – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 383. Folge – von Rüdiger Suchsland

Festival:

  • Contact-Stelle
    Filmische Begegnungen beim flimmern&rauschen Jugendfilmfestival – von Anna Edelmann
Sieger Sein

19.03.2026

Kinder- und Jugendfilm Special:

  • Kinderfilme retten das Kino – nur merkt es kaum jemand
    Ein Positionspapier des Fördervereins Deutscher Kinderfilm fordert, den national überaus erfolgreichen, aber öffentlich marginalisierten Kinderfilm in der Investitionsverpflichtung der Filmförderreform endlich strukturell zu sichern – von Axel Timo Purr
  • Aus Verletzlichkeit wird Stärke
    Junge Mädchen stehen im Mittelpunkt der europäischen Familienfilme beim 43. BUFF Malmö Film Festival – von Annika Gustafsson
  • Kinderfilm als Gegenwartslabor
    Beim 43. BUFF Malmö zeigt der erste FIPRESCI-Wettbewerb, wie Coming-of-Age-Filme von Patchwork-Familien, Migration und Selbstermächtigung erzählen – und warum Beef (Ruido) von Ingride Santos herausragt – von Axel Timo Purr
  • Nordischer Radikalismus entlarvt
    In Nipster untersucht Sunniva Eir Tangvik Kveum beim 43. BUFF Malmö Film Festival die Verführungskraft rechter Jugendbewegungen – mit interessanten Ansätzen, aber ohne klaren Fokus – von Elena Rubashevska
  • Diese Woche neue im Kino: DJ Ahmet (Mazedonien/CZ 2025)
    Zwischen Beten und Beat: Georgi M. Unkovski erzählt ein flirrendes Coming-of-Age, in dem Tradition und Zukunft nicht gegeneinander kämpfen, sondern einen gemeinsamen Rhythmus finden – Kritik von Axel Timo Purr
  • Nächste Woche neu im Kino: Die Schatzsuche im Blaumeisental (Le secret des mésanges) (F/B 2025)
    Es geht auch ohne Bösewichte: Mit großer handwerklicher Sorgfalt inszeniert Antoine Lanciaux ein poetisches Animationsabenteuer, in dem Natur, Freundschaft und kindliche Neugier die treibenden Kräfte der Handlung sind – Kritik von Reinhard Kleber

Interview:

Seitenblick:

  • Arabische Filme im Fokus
    Arabisches Kino 2025: Acht unverzichtbare Filme als Resonanzraum einer Region – von Elena Rubashevska

Neue Kritiken:

  • Der Astronaut – Project Hail Mary (USA 2025)
    Science, Comedy und ein bisschen Pathos: Phil Lord und Chris Miller transformieren Andy Weirs Bestseller zu einem großen Science-Fiction-Abenteuer – irgendwo zwischen kosmischer Robinsonade und heiterem Familienfilm – Kritik von Axel Timo Purr
  • La Grazia (I 2025)
    Die wunderbare Leichtigkeit des Zweifels: Paolo Sorrentino befreit einen Staatspräsidenten von der Last der Entscheidung – Kritik von Thomas Willmann

Neue Videokritik:

  • La Grazia
    Nicht nur dass Politische: Paolo Sorrentinos Porträt eines italienischen Staatspräsidenten am Ende seiner Amtszeit ist nicht nur wegen Toni Servillo in der Hauptrolle – für den er in Venedig den Darstellerpreis erhielt – äußerst sehenswert und ganz großes Kino, finden Margret Köhler und Roderich Fabian.

Neuer Podcast:

Festival:

  • Mit viel Wuff und Liebe
    Das Kurzfilmfestival »Bunter Hund« hat zum 25. Jubiläum einen bunten Programmmix zusammengestellt – von Hanni Beckmann

Nachruf:

  • Jürgen Habermas und das Kino
    Zum Tod des wichtigsten Denkers unseres Zeitalters: Der Starnberger Philosoph war auch ein Vordenker für das europäische Kino – die Filmszene in Deutschland und anderswo sollte sich endlich mit ihm beschäftigen. Denn kommunikatives Handeln ist auch und vor allem Handeln. – von Rüdiger Suchsland

Cinema Moralia:

  • Was deutsches Kino sein könnte und nicht ist...
    Johanna Wokalek und Tobias Moretti zeigen es; Meinungsfreiheit beweist sich nur bei Gegnern; Timmi bleibt ohne Oscar und Cannes-Spekulationen – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 382. Folge – von Rüdiger Suchsland
Nouvel Vague

12.03.2026

Neue Kritiken:

  • Nouvelle Vague (F/USA 2025)
    Die Revolution als Rekonstruktion: Richard Linklater inszeniert die Entstehung von Godards Außer Atem als cinephiles Wimmelbild der frühen 1960er Jahre. Im Vordergrund stehen Mythen statt Menschen. – von Axel Timo Purr
    Die Zukunft der Vergangenheit: Zurück zu Godard? Hoffentlich: Nouvelle Vague von Richard Linklater ist ein Film, auf den die Welt gewartet hat, obwohl sie das nicht weiß – ein Film gegen die Identifikation mit dem Aggressor – von Rüdiger Suchsland
  • Un poeta (Kolumbien/D/S 2025)
    Das arterielle Herzblut eines Dichters: Opus magnum in Rot: Simón Mesa Soto erzählt vom Existenzkampf in der Poesie- und Rolltreppen-Stadt Medellín – Kritik von Katrin Hillgruber
  • The Testament of Ann Lee (GB/USA 2025)
    Eine Über-Mutter Gottes: Mona Fastvold erzählt von Trauma und Ekstase in den Geburtsstunden der USA – von Thomas Willmann
    Rebellentum und Energie: »Die Frau schweige in der Gemeinde«: The Testament of Ann Lee von Mona Fastvold wirft einen faszinierenden Blick auf eine historische Dissidentin – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritik:

  • Nouvelle Vague
    Mechanismen einer Revolution: Bei den Césars wurde Richard Linklater für seine liebevolle Hommage als erster amerikanischer Regisseur überhaupt mit dem Preis für die beste Regie ausgezeichnet. Margret Köhler erinnert sich an ihr eigenes Treffen mit Godard und Axel Timo Purr hat einen Einwand.

Cinema Moralia:

  • Kabale und Triebe
    Streit gibt es überall. Wir müssen ihn anerkennen und führen. Gute Filme gibt es auch viele. Gerade vielleicht zu viele auf einmal – von Rüdiger Suchsland

Festival:

My Stolen Planet

05.03.2026

Zum Internationalen Frauentag:

  • Frauen Leben Freiheit
    Das 32. Bimovie findet erstmals im Frühjahr statt. Die Münchner Frauenfilmreihe bekommt um den 8. März herum noch mehr Wucht — ein Blick ins Programm von Wolfgang Lasinger
  • The Chronology of Water (USA/F/LV 2025)
    Mit dem Kopf unter Wasser: Kristen Stewart taucht mit ihrem Regiedebüt in eine fluide Erzählweise ein – Kritik von Dunja Bialas
  • Jeunes mères – Junge Mütter (B/F 2025)
    Die Wirklichkeit als Utopie: Die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne verknüpfen die Geschichten mehrerer minderjähriger Mütter in empathischer Meisterschaft – Kritik von Dunja Bialas
  • No Mercy (D 2025)
    Blumen des Bösen: Die Dokumentarfilmerin Isa Willinger versammelt weibliches Filmemachen jenseits des Male Gaze und jenseits des weiblichen Blicks. Eine filmische Dekonstruktion der Gegensätze – Kritik von Dunja Bialas

Neue Kritiken:

  • The Bride! – Es lebe die Braut (USA 2025)
    Titel! Thesen! Temperamente! Maggie Gyllenhaal praktiziert die Verweigerung – Kritik von Thomas Willmann
  • Gelbe Briefe (D/F/TR 2025)
    Alles wird gut: In seinem Berlinale-Gewinnerfilm erzählt İlker Çatak vom Zerbrechen einer Künstlerfamilie im Schatten autoritärer Macht. Ein kluges, nicht immer ganz organisches Drama über Angst, Loyalität und Selbstverrat – von Axel Timo Purr
    Was ist, wenn Berlin zu Ankara wird? Hysterie und Meinungsfreiheit: İlker Çataks Repressionsdrama beweist, dass auch das Kino nicht die Welt retten kann – von Rüdiger Suchsland

Neue Videokritiken:

  • Junge Mütter – Jeunes Mères
    Eine bessere Zukunft: Jean-Pierre und Luc Dardennes episodischer Film über junge Mütter aus prekären Verhältnissen jeder Couleur gewann in Cannes den Drehbuchpreis. Zurecht, finden Roderich Fabian und Axel Timo Purr. Doch nicht nur das Drehbuch ist überragend
  • Gelbe Briefe
    Mechanismen der Macht: İlker Çataks mit dem Goldenen Bären 2026 ausgezeichnetes Drama zeichnet sich vor allem durch die Unwucht aus, mit der das Politische hier das Private durchdringt. Stefan Rutz und Axel Timo Purr diskutieren das Für und Wider dieses Ansatzes

Berlinale-Finale:

  • Buena Vista Social Club
    Ein unpolitischer Text über die (un-)politischen Filme der 76. Berlinale — von Anna Edelmann

Cinema Moralia:

  • Das wird man doch noch sagen dürfen
    Sind Kultur- und Meinungsfreiheit in Deutschland gefährdet? Mit einem langen Blick auf die Berlinale-Debatte der letzten Woche – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 380. Folge — von Rüdiger Suchsland
Chronicles From the Siege

26.02.2026

Berlinale-Special:

Neue Kritiken:

  • Crocodile Tears (Air Mata Buaya) (Indonesien/F/Singapur/D 2024)
    Mystery-Thriller aus Indonesien: Ein junger Mann und seine Mutter leben in einer symbiotischen Beziehung in einem Krokodilpark – Kritik von Reinhard Kleber
  • Father Mother Sister Brother (USA/I/F/IRL/D 2025)
    Das ewige Danebenstehen: Jim Jarmuschs erster Film seit sechs Jahren zeichnet ein lakonisches Familienportrait in drei Akten – Kritik von Benedikt Guntentaler
  • Marty Supreme (FIN/USA 2025)
    Spiel, Satz, Sieg, Repeat: Mit einem rasanten Tischtennis- und Gaunerfilm wagt jetzt auch Josh Safdie ein Solo. Die sichere Bank: Timothée Chalamet – Kritik von Christian Schmuck

Filmfestival:

  • Lebenslagen
    Im Jahr der runden Jubiläen für das mitteleuropäische Kino geht das Mittel Punkt Europa Filmfest in die 10. Runde, und Andrzej Wajda wäre 100 geworden — von Paula Ruppert

Cinema Moralia:

  • Wie können wir bessere oder gute Filme in Deutschland machen?
    Weitere Gedanken zur Berlinfixierung des deutschen Films und der deutschen Filmdiskurse. Für die Berlinale gilt das aber weiterhin ebenfalls, für die Deutsche Filmakademie aber auch – Cinema Moralia, Tagebuch eines Kinogehers, 379. Folge — von Rüdiger Suchsland

Videokritik:

  • Father Mother Sister Brother
    Familienverhältnisse: Jim Jarmuschs Gewinner des Goldenen Löwen 2025 ist ein episodischer Reigen über Famillienverhältnisse mit wiederkehrenden Mustern und einem Großaufgebot an namhaften Schauspieler:innen. Margret Köhler und Roderich Fabian sind sich allerdings nicht einig, ob Jarmusch damit auch ein großes Ganzes gelungen ist

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