In aller Kürze: Wuff! |
![]() |
|
Anónimos von Karim Shaker | ||
(Foto: Bunter Hund | Karim Shaker) |
Von Hanni Beckmann
Der Hasso ist wieder da! Vom 27. bis 30. März macht er zum 24. Mal das kultige Werkstattkino unsicher. Die Macher sind genauso bunt wie der Hund und ein echtes Mitmachfestival, das immer gerne weitere Mitstreiter*innen aufnimmt. Voraussetzung ist die Liebe zum Kino und die Aufgeschlossenheit für Abseitiges.
Laune macht das Programm allemal. Aus 53 Ländern wurden Filme gefunden, kein Film darf länger als 20 Minuten sein. Das Team sichtete ein Unmenge an Einreichungen und präsentiert ab heute vier Tage lang das Programm im Werkstattkino, wo man sich auf lange Schlangen an der Kinokasse (Eintritt: 6 Euro) gefasst machen darf.
Es gibt eine Competition, in der die Zuschauer*innen selbst darüber bestimmen, wer den mit 500 Euro dotierten Hasso gewinnen wird. Der Preis ist heiß heißt die Vorstellung am Sonntag, in der die bestbewertesten Filme in die finale Abstimmung kommen.
Der Bunte Hund liebt Spanien. Auch dieses Jahr sind wieder viele spanische Filme im Programm. Im Programm Anders & Artig zu sehen: Anónimos von Karim Shaker über Ratespiele mit dem Leben Anderer, oder der Animationsfilm Periquitos von Alex Rey über den Rücktritt des großen Animationsfilmregisseur Hayao Miyazaki. Viele weitere Spanier finden sich in allen Programmen!
Russland ist überraschenderweise vertreten, in dem Programm Heimat. Der Dokumentarfilm Sea Launch von Egor Ivanov stellt den ersten Weltraumbahnhof der Welt vor. In The Tooth von Sergei Annenkov geht es um die Zahnfee und einen Pfandleiher. Auch in dem Programm Liebe & andere Grausamkeiten finden sich Filme aus Russland. Essence ist ein Film über den Versuch, das Wesen des Menschen zu verstehen.
Der Bunte Hund bietet auch eine tolle Gelegenheit, Filme von jungen deutschen Regisseur*innen zu entdecken. Im Sonderprogramm Darf’s noch a bisserl mehr sein, frei nach dem Metzgerspruch, finden sich zum Beispiel der Dokumentarfilm Stachi von Meta Friedrich über einen »Stachi« in Weimar. Julia Flachmann hat eine bayerische Mockumentary über Omas Kittelschürze geschaffen. Titel: »Die sind auch einfach schön«. Im Animationsfilm Do Something von Sofija Zivkovic machen sich Blutkörperchen auf die Reise durch den Körper.
Insgesamt ist der Kurzfilm ein, Achtung, kurzer, aber umso intensiverer Filmgenuss. Die Stärke in der kurzen Form liegt klar in der Abwechslung, von der heiteren Sorte, zum Ernst, zum Übermut, zum Trash, zur klaren Kante und wieder zurück. Beiläufig ist das eine Reise einmal um den Globus und durch die Themen, die uns so umtreiben. Und die gute Laune im Kinosaal muss man einfach erlebt haben.
Eintritt: 6 € pro Programmblock, Festivalpass: 15 €
Ort: Werkstattkino