Warum sind sie gegen uns?

»Die Fabel verläuft gradlinig wie die einer Short Story. Sie erzählt von der kurzen, uner­füllten Begegnung zweier junger Menschen, die durch die Verhält­nisse ausein­an­der­ge­bracht werden. Günter ist zwanzig, Arbei­ter­sohn und ›unge­lernter‹ Arbeiter in einer Gießerei; Gisela, etwas jünger, ist Ange­stellte, ihr Vater Prokurist. Günter verbringt die Freizeit mit seinen Kumpels vom Motorrad-Club, der eine Tanz­kneipe mit schriller Musicbox frequen­tiert. Zu Giselas Bekannten gehören junge Künstler, die abstrakt malen und bei deren Feten man strenge Anhänger von Modern- und Old-Time-Jazz trifft. Nachdem es Günter gelungen ist, Giselas Freund­schaft zu gewinnen, bleibt er seinem Club fern. Um die Eltern von der Anstän­dig­keit ihres unstan­des­ge­mäßen Beglei­ters zu über­zeugen, über­rascht Gisela sie mit seinem unan­ge­mel­deten Besuch. Die Aussprache nach Tisch zwischen Prokurist und Prole­ta­rier endet mit beider­seits laut­starken Belei­di­gungen. In der Schluß­se­quenz führt Günter wieder seine Bande auf ihren allabend­li­chen Spritz­touren an.« (Theodor Kotulla, Film­kritik, 1/59)