Cinema Moralia – Folge 348
Die Verschwörung der Idioten |
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Rote Sterne überm Feld: Anlass zur Aufregung | ||
(Foto: Amerikafilm) |
»Das Kino zielt also darauf ab, den innerlich aufgewühlten Zeugen in einen bewussten Beobachter umzuwandeln. Nichts könnte legitimer sein, als ein Mangel an Hemmungen bei der Darstellung von Vorgängen, die uns außer Fassung bringen. Denn so bewahrt es uns davor, unsere Augen vor dem blinden Treiben der Dinge zu schließen.«
Siegfried Kracauer»Wir sind nur noch imstande, öffentliche Darbietungen auf uns selbst und auf unsere vertrauten Realitäten und Kategorien zu beziehen. Alles, was unser Abstraktionsvermögen verlangen würde, stört uns.«
Dominik Graf über »Zeichen für die wachsende Infantilisierung«
Die Infantilisierung der Gesellschaft schreitet voran. Nehmen wir nur »#Söderisst«. Oder Bubble Tea Shops. Oder die neue Lust der Boomer, plötzlich nur noch »Young Adult«-Romane zu lesen, und Kidcore zu tragen, niedliche Gute-Laune-Mode. Die Autorin Carolin Emcke warnte schon 2016, dass »unter einem gemeinsamen Europa, eine abgestimmten europäischen Bildung nichts anderes verstanden wird als einheitliche Infantilisierung«. Regression beherrscht unsere Gegenwart.
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Filmfestivals rücken als solche, als Institutionen zunehmend in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit, das hat sich erst letzte Woche gezeigt. Daran sind sie selber mit schuld, denn sie sind eben nicht mehr nur eine harmlose passive Plattform, die einfach »schöne Filme zeigen« will, sondern sie sind Akteure im Filmleben, zum Teil sehr mächtige Akteure, und sie scheuen auch nicht davor zurück, selbstbewusst, mitunter von oben herab zu agieren, wenn auch finanziert mit öffentlichen Geldern. Fast immer allerdings in eigener Sache – was wieder die Einsicht des Soziologen Niklas Luhmann bestätigt, dass Institutionen zuallererst an ihrer eigenen Selbsterhaltung interessiert sind.
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Das zeigt sich in dieser Woche auch beim sogenannten »achtung berlin – new berlin film award«-Festival. Eigentlich wollten wir es zur heutigen Eröffnung loben.
Denn zum ersten Mal seit langer Zeit hat das Festival einen Film im Programm, der tatsächlich über die sonst übliche Durchschnittsware, die dort in der Regel so läuft, hinausgeht: Den Gewinner des »Filmkritik-Preises« von Saarbrücken, Rote Sterne überm Feld von Laura Laabs. Ein herausragender Film, zu dessen Auswahl man »Achtung Berlin« nur gratulieren möchte.
Doch gerade noch rechtzeitig zur heutigen Eröffnung schießen sich die Berliner beide Kniescheiben weg mit einer Presseerklärung von absurder Dummheit und verachtenswerter Haltungslosigkeit.
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Nach folgender Einleitung:
»@keinrammstein_berlin @keineshowfuertheater_berlin und @nico.dinkel.schauspieler einen offenen Brief an uns adressiert. Anlass war, dass der Film 'Rote Sterne überm Feld' beim diesjährigen Festival in der Kategorie 'Bester Spielfilm' nominiert ist, obwohl Till Lindemann darin eine kleine Rolle hat.
Mit diesem Posting beziehen wir dazu Stellung und entschuldigen uns bei allen Betroffenen.«
heißt es:
»Statement zur Kritik am Film 'Rote Sterne überm Feld'aufgrund der Rollenbesetzung von Till Lindemann. Wir haben den Film ausgesucht, weil er auf eine besondere und einzigartige Weise historische Themen der letzten 100 Jahre in die Gegenwart trägt. Wir schätzen ihn für die kontroverse Darstellung deutscher Geschichte und für seine künstlerische Handschrift.
Der Tatsache, dass Till Lindemann einen kurzen Auftritt hat, haben wir hinter dem künstlerischen Werk nicht genug
Bedeutung beigemessen. Uns war nicht bewusst, dass dies Menschen verletzen könnte, das kann als blinder Fleck empfunden werden.
Dieser ist – ohne uns rechtfertigen zu wollen – ein Abbild dessen, was in unserer Gesellschaft herrscht: Wir nehmen die Kritik sehr ernst und möchten ein Zeichen für offenen Austausch und Dialog setzen, sowie einen sicheren Raum zur Diskussion patriarchaler Gewalt bieten.
Deshalb werden wir den Film mit entsprechender Anmoderation und
anschließenden Q&A mit Experten und den Filmschaffenden zeigen.«
Was für eine stammelnde, schlecht formulierte Erklärung. Nicht erklärt wird, wofür sich das Festival eigentlich entschuldigt, denn was hat das Festival falsch gemacht? Dass es den Film ausgewählt hat, ja wohl kaum.
Aber weil der anonyme (!) woke Mob wegen Lindemann tobt, entschuldigt sich das Festival für irgendetwas Diffuses, und der Film wird nur noch wie ein Vorbehaltsfilm aus der Nazizeit gezeigt.
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Worum geht es überhaupt? Till Lindemann hat in dem Film einen kurzen Auftritt von nicht einmal zwei Minuten Filmlänge. Er hat diesen Auftritt in der Rolle des Erlkönigs, einer mythologischen Figur, die in Rammsteins Musik eine Rolle spielt, natürlich auch als Repräsentant der einzigen wirklich weltweit erfolgreichen ostdeutschen Musikgruppe. Um den Osten vor allem geht es in diesem Film.
Der Film wurde vor dem sogenannten »Rammstein Skandal« gedreht, man kann der Regisseurin also auch nicht vorwerfen, hier einen Skandal ausgenutzt zu haben.
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Dies ist vor allem der Offenbarungseid eines Filmfestivals: Ästhetik-Moral-Umkehr. Man schätzt beim Festival »achtung berlin« zwar angeblich »künstlerische Handschrift« und »künstlerisches Werk«, aber ein Kurzauftritt, der ein paar Trottel »verletzen könnte«, soll plötzlich wichtiger sein als alle Kunst. Damit schadet »achtung berlin« der Filmkunst und allen Filmen, die dort laufen. Das Festival bläst das Ressentiment einiger marginaler Querulanten auf, und bietet diesem mit seinen über 10.000 Followern ein Forum.
Von solchem Verhalten und dem Einknicken vor dem digitalen Mob fühle wiederum ich mich in meinem Geschmack und meiner ästhetischen Sensibilität verletzt.
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Mit keinem Wort geht das Festival darauf ein, dass auch die Filmemacher und alle Beteiligten und die Kunst als solche gegen derartige Anwürfe und Kampagnen zu schützen sind – Schämt Euch, »achtung berlin«!!
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Die langjährige Saarbrücken-Mitarbeiterin Marisa Winter schreibt dazu treffend: »Kein Festival der Welt sollte sich dafür entschuldigen müssen, diesen Film zu zeigen oder ihn gar canceln, nur weil kunstfeindliche, spießige, aktivistische Wichtigtuer mit zu viel Zeit und zu wenig Verstand das so fordern.«
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In dem öffentlichen Statement der Ankläger, das ich hier nicht verlinken will, wird Till Lindemann als »Täter« bezeichnet.
Ich hoffe, dass die Verantwortlichen »@keinrammstein_berlin @keineshowfuertheater_berlin @nico.dinkel.schauspieler« alsbald von Lindemanns Kanzlei Scherz Bergmann eine einstweilige Verfügung und Abmahnung zur Unterlassung falscher Tatsachenbehauptungen mit Strafandrohung wegen Rufmords erhalten.
Denn alle entsprechenden Verfahren gegen Lindemann
wurden eingestellt. Medien wurden für ihre Berichterstattung gerügt.
Es darf daher in diesem Zusammenhang auch nicht mehr von »mutmaßlich« gesprochen werden. Dass man es dennoch tut, zeugt von fehlender Fairness, regrediertem Rechtsverständnis und nichtvorhandenem Anstand.
Heribert Prantl hat das gut begründet.
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Besonders infam ist, dass der Kampf für den Feminismus hier darin besteht, die Arbeit einer Frau zu torpedieren.
Berlin, wir haben es schon oft gesagt, ist eine sehr sehr spezielle Stadt. Und ein bisschen empfindet man so etwas, wie sagen wir es, klammheimliche Freude, dass jetzt auch mal ein anderes Festival aus anderen Gründen mit Shitstorms und Boykottandrohungen bedroht ist. Diesmal geht es auch ausnahmsweise nicht um Antisemitismus.
Besonders einzelne tun sich in dieser Kampagne hervor: Fehlendes schauspielerisches Können und eine wichtigtuerische psychische Konstellation paaren sich zum Ressentiment gegen einen Film Dritter. Es ist das Paradebeispiel, wo ein Nichtskönner Energie daraus zieht, dass er versucht, etwas anderes, gelungenes zu zerstören – Walter Benjamin hat über diese psychische Konstitution in seinem Aufsatz über den »destruktiven Charakter« alles Notwendige gesagt.
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Laura Laabs und ihre Produzenten Maximilian Haslberger und Balthasar Busmann (Amerikafilm) reagieren mit einer Erklärung:
»Liebe Betreiber der Accounts ›Keine Show für Täter‹ und ›Kein Rammstein in Berlin‹, Eure Einwände haben uns erreicht und auch nicht vollkommen überrascht. Natürlich haben wir diese und ähnliche Bedenken in einem monatelangen Prozess während der Fertigstellung des Films immer wieder aufgeworfen und abgewogen. Ihr sprecht nicht nur berechtigte Bedenken an, sondern uns teilweise aus dem Herzen. Dennoch gibt es auch Gründe dafür, dass der Film am Ende eben
diese, nun veröffentlichte, Form gefunden hat – und auch diese haben ihre Berechtigung. Umso mehr lohnt es sich, in eine Diskussion unter Berücksichtigung beider Seiten einzutreten.
Voraussetzung dafür wäre allerdings, den Film, der hier als ›problematisch‹ und zu ›verurteilen‹ gebrandmarkt wird, auch tatsächlich gesehen zu haben. Wir können nicht für eine Stellvertreter-Debatte für systemische gesellschaftliche Ungleichheit im
Allgemeinen herhalten, wohl aber für eine Debatte über unseren konkreten Film und die mit ihm verbundenen künstlerischen Entscheidungen. Dies tun wir im Übrigen bei jedem Filmgespräch und wir haben auch bei jedem vorangegangen die Besetzung Till Lindemanns offen diskutiert.
Gern möchten wir und das Festival Euch dazu einladen, dies auch im Rahmen von Achtung Berlin zu tun. Schaut Euch den Film gern am Sonntag den 6.4. um 17 Uhr mit uns gemeinsam im Babylon an (wir stellen bei
Bedarf ein Freikartenkontingent zu Verfügung) und begleitet uns anschließend zu einem Filmgespräch. Hier wird es Raum geben, um alle Seiten sachlich zu hören und auch darüberhinausgehende Fragen zum Film aufzuwerfen. Vielleicht ließe sich daraus eher ein, wie ihr vorschlagt, ›positiver‹ Denk-, ja vielleicht sogar Handlungsanstoß gewinnen, als durch eine an Kollegen verschickte Ansammlung von Drohungen. Ein direktes Gespräch könnte auch den Bias der Anonymität
auflösen und beide Seiten hätten Menschen vor sich, womöglich gar mit legitimen Anliegen.«
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Ich finde das persönlich zwar sympathisch, aber zu soft. So lassen sich Feinde der Meinungsfreiheit, so lässt sich der Linksfaschismus der Identitätspolitik nicht bekämpfen.
Ich würde den Film ja anstelle der Produktion zurückziehen und eine Presse-Erklärung herausgeben, dass der Film leider nicht mehr auf dem Festival laufen kann, da ja die Festivalleitung mit ihrem Post ganz klar die Forderung einer kleinen Gruppe von Spinnern unterstützt und den Film im Sinne der
Kunstfreiheit nicht schützt. Auch die Pflicht als Behandlung als »Vorbehaltsfilm« macht das Framing deutlich, das auch die Gefahr birgt, dass die Aktivisten die Vorführung stören werden und aus Gründen der Unversehrtheit des Teams, was das Festival nicht garantieren kann oder will, muss man den Film aus dem Festival zurückziehen, was ein Armutszeugnis für die Freiheit der Kunst in Deutschland ist.
Das würde nebenbei auch dazu führen, dass dann auf jeden Fall jeder diesen Film sehen will und die Kinos zum Start erst mal voll wären und man das Geld der Karten fürs Festival nicht denen in den Rachen schiebt.
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Als einst James Tobacks Meisterwerk mit Sienna Miller in Oldenburg lief, gab es den ähnlichen Shitstorm. Das Festival ließ ihn einfach abprallen. Die Screenings waren dann aber sehr gut und total ruhig.
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Vor Jahren schon hat der französische Philosoph Bernard Stiegler (»Die Logik der Sorge«) beschrieben, dass wir gerade in einer Gesellschaft leben, in der die »Psychomächte« die Aufmerksamkeitspotentiale der Menschen kanalisieren und vernichten. Immer mehr Menschen werden damit nicht mehr zu tatsächlicher, der (Selbst-)Aufklärung verpflichteter Bildung fähig.
Das kümmert sie selbst wenig, sondern vor allem die Anderen. Zum Problem wird es, wenn die Institutionen vor diesen
Idioten einknicken – was leider zunehmend geschieht.
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Warum steht so etwas nicht in der »Süddeutschen«? Oder einer anderen Münchner Zeitung? Das war meine allererste Reaktion, als ich das bemerkenswerte Interview entdeckte, das der Münchner Filmproduzent und langjährige Constantin-Chef Martin Moszkowicz jetzt der NZZ gegeben hat. Hat ihn keiner fragen wollen? Hat keiner daran gedacht?
Bemerkenswert ist das Interview (das ohne Bezahlschranke frei zugänglich ist) aus vielen Gründen.
Da sind die tiefen bitteren Wahrheiten, die sich in Sätzen finden wie: »Täterfilme sind immer erfolgreicher als Opferfilme. Wenn man von Ausnahmen wie 'Schindler’s List' absieht, sind die meisten Filme, die sich mit den Opfern beschäftigen, kommerziell irrelevant.«
Oder in diesem: »Es ist schwer geworden, über Israel ein vernünftiges Gespräch zu führen. Ich bekomme immer
wieder ekelhafte Schreiben. ... Die Leute haben keine Hemmungen mehr, ihren Hass öffentlich und direkt zu äußern ohne Angst vor Strafverfolgung. In den Diskussionen hört man immer wieder: Man dürfte dies nicht mehr sagen, jenes nicht mehr sagen. Dabei wird alles gesagt. Israel wird ununterbrochen kritisiert.«
Oder seine Anmerkungen zum Israel-Hass auf der Berlinale 2023 und zu Tilda Swinton: »Darum bin ich dieses Jahr auch nicht zur Eröffnung gegangen. Ich halte die Auszeichnung
von Tilda Swinton für extrem ungeschickt. Die Kunst ist frei, und Künstler sollen auch seltsame Positionen haben dürfen. Warum man aber jemanden, der bekanntermassen erklärte BDS-Unterstützerin ist, in der momentanen Weltlage in den Vordergrund stellen muss, hat sich mir nicht erschlossen.«
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Da sind tolle, nachdenkenswerte Überlegungen, zum Beispiel über Jonathan Glazers The Zone of Interest: »Glazers Film finde ich, von seinen formalen Gekonntheiten abgesehen, fragwürdig: wie er mit dem Holocaust umgeht und die Juden nur auf der Tonspur vorkommen«
Da ist die Wut über die Leichtfertigkeit der heutigen Deutschen, vor allem der Berliner, Täter-Opfer-Narrative
umzudrehen.
Da ist Moszkoviczs Distanz gegenüber Oliver Hirschbiegels Der Untergang: »Ein Film über das Ende des 'Dritten Reiches', in dem das Thema Holocaust und Judenvernichtung nicht vorkommt? Ich fand das falsch. Aber wahrscheinlich hatte Bernd Eichinger recht, der Film war ein riesiger Erfolg in der ganzen Welt. ... Seine Position war: 'Nein, das muss so sein, weil das ein Film über
die Täter ist.'«
Und da sind die schlichten Einsichten in die Wirklickeit des Filmemachens, der sich andere oft versagen, vor allem aus Bequemlichkeit: »Klar ist: Damit man Filme wie 'September 5' machen kann, braucht es auch die großen kommerziellen Erfolge wie 'Fack ju Göhte' und 'Resident Evil'.«
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Martin Moszkowicz spricht über seine Familie und über Steven Spielberg. Ein letztes zentrales Thema ist aber die Frage, warum es in Deutschland so selten gelingt, kommerziell erfolgreiche Filme zu machen, die weltweit eine Relevanz haben.
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Das »Internationale Filmfest Oldenburg« hat einen neuen Filmpreis ins Leben gerufen, einen längst überfälligen »Filmpreis für alte weiße Männer«. In der Pressemitteilung vom 1. April heißt es:
»In der Tradition, mit der sich das Filmfest von Anbeginn marginalisierten Bereichen des Kinos angenommen hat, wird mit dem 'European Silverback Award' ein neuer Preis ins Leben gerufen.«
Seit den Anfängen des Festivals in den 90er Jahren hat sich Oldenburg immer den Randbereichen der Filmkunst gewidmet, und Filmemacher und Filme in den Fokus gestellt, die sich nicht leicht in vorhandene Narrative einordnen lassen und oftmals ein Gegenentwurf zum gängigen Mainstream darstellen.
Festivaldirektor Torsten Neumann erklärte: 'Wir lieben es, neue Stimmen zu entdecken, wissen aber auch, wie wichtig es ist, diejenigen zu ehren, die schon länger am Ball sind. Der
European Silverback ist ein Preis für Filmemacher, die allen Stürmen der Filmindustrie standgehalten und ihren kreativen Geist bewahrt haben. In einer Zeit, in der 'alte weiße Männer' bisweilen negativ konnotiert werden, möchten wir sagen: Erfahrung, Charakter und Dominanz zählen.
Die Tür zum marginalisierten Kino offen zu halten, ist seit jeher eine bedeutende Aufgabe des Festivals, um die Förderung der Filmkunst mit einer gebotenen Vielstimmigkeit zu erhalten. So wurden in
den Anfangsjahren Filmemacherinnen wie Nancy Savoca, Katt Shea oder Icíar Bollaín mit Tributes geehrt, das Genrekino hat in Oldenburg schon früh die Verbindung zum Arthouse herstellen können und große Kinoaußenseiter und Provokateure wie Ken Russell, Andrzej Zulawski, Bruce Robinson, oder Phillippe Mora wurden in Oldenburg geehrt.
Der Preis wird für den besten Film eines erfahrenen europäischen Filmemachers vergeben. Es werden nur Filme nominiert, die mindestens der dritte
lange Spielfilm eines Regisseurs sind. Die Nominierungen werden sektionsübergreifend auf die vom Festival ausgewählten Filme vergeben, die diese Kriterien erfüllen.
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»In der Welt des von panischen Schrecken ergriffenen Menschen wird Gelächter zur Grimasse, schillernde Konfusion zur angstvollen Erstarrung.«
Siegfried Kracauer
(to be continued)